Die Ursprünge in China
Weihai Lishi
Quanfa- im Folgenden kurz 'Lishi Arts' genannt - ist ein
vollständiges, traditionelles System chinesischer Körperkultur.
Seine Wurzeln liegen in der Philosophie des Daoismus sowie in der
Schule des Yin und Yang. Weihai ist eine Stadt an der
Ostküste Chinas, aus der das System ursprünglich stammt. Li
ist der Name der Familie (chinesisch: Shi), welche die
Künste begründete und durch die Jahrhunderte weiterentwickelte und
kultivierte. Quanfa bedeutet, dass es sich um eine Kunst
handelt, deren Wurzeln im Gebrauch der Hände liegen.
Die Entwicklung der Lishi Arts außerhalb Chinas
Die Lishi Arts blieben
Jahrhunderte lang ein reiner Familienstil. Erst Li Chan Kam,
der als Geschäftsmann zwischen China und England verkehrte,
eröffnete im Jahre 1933 eine kleine Gruppe in Holborn, London. Er
war es, der die Grundlagen der International Daoist Society
(IDS) legte.
1934 begegnete ihm der damals 14-jährige Chee Soo, ein
Waisenkind. Chee wurde von ihm als Schüler aufgenommen und später
adoptiert. Im Winter 1953/54 sank Chans Schiff in einem Sturm vor
Chinas Küste und Chee Soo wurde gebeten, die Künste weiterzuführen.
1958 wurde er Präsident der IDS.
Seit dem Tod von Chee Soo im August 1994 wird die IDS von
Desmond Murray, Leeds, Großbritannien weitergeführt, welcher
im März desselben Jahres zum Deputy President in allen Belangen der
IDS und zu Chee Soo's Stellvertreter ernannt worden war.
In Deutschland wird die IDS von Rainer Dieck vertreten, der
1990 Head Instructor Germany der IDS wurde.
Der Weg zurück nach China
Seit 2003 haben Desmond Murray
und einige seiner engsten Schüler mehrfach China bereist. Sie
trafen u.a. in Beijing, Hangzhou und Weihai mit führenden Experten
der wichtigsten WuShu-Stile zusammen. Nach eingehenden Prüfungen
wurde das System der Familie Li als authentische, traditionelle
daoistische Kunst anerkannt und wird seitdem unter dem Namen
"Weihai Lishi Quanfa" geführt. Seit Oktober 2004 bestehen auch enge
freundschaftliche Beziehungen zur Weihai WuShu Association
in Weihai und zum White Cloud Temple in Beijing.